Altes Bad Pfäfers
02.07.2022–21.08.2022

«… wer ausz des paums holz taveln macht»

Vernissage Samstag, 2. Juli 2022, 14.15 Uhr im Abt-Jodok-Saal.
Eröffnung mit einer musikalischen und textlichen Ode von Köbi Gantenbein

Oskar Dalvit

(*11. März 1911 in Zürich; † 10. Dezember 1975 ebenda) war ein Schweizer Maler, Grafiker und Illustrator.

Von 1953 bis 1965 unterrichtete Dalvit an der Zürcher Volkshochschule das Fach «Abstraktes Malen und Zeichnen». Sein Werk steht für den Übergang von der naturalistischen zur expressiven und abstrahierenden Malerei, beeinflusst von Paul Klee, Wassily Kandindsky und Ernst Ludwig Kirchner. Das gezeichnete Frühwerk von Dalvit stand auch unter dem Einfluss desjenigen Künstlers, der den Ort zu seinem Namen machte und von 1912 bis 1928 in Amden, im Haus Faren lebte: Otto Meyer Amden. Der in Zürich wohnhafte Dalvit verbrachte die Sommermonate ab 1943 bis zu seinem unerwarteten Tod durch Herzversagen regelmässig im Bauernhaus Taholer in Amden. Seine Bilder der letzten Schaffensjahre geben hauptsächlich Motive wieder, wie sie in Amden vorzufinden sind, Schindeldächer und Maserungen der Holzwände.

Werke von Oskar Dalvit sind im Besitz der Schweizer Kunstmuseen in Zürich, Glarus, St.Gallen und Aarau. Mehr als 2'400 Zeichnungen, Druckgraphiken, Fotos und Ausstellungsplakate sowie der schriftliche Nachlass befinden sich in der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich, eine schöne Gruppe von Werken in der grafischen Sammlung der ETH Zürich. Bilder von Oskar Dalvit, die hier in einer Petersburger Hängung ausgestellt sind, stehen teilweise zum Verkauf. Sie sind im Eigentum der Tochter des Künstlers, Gisela Dalvit.

Weitere Werke von Oskar Dalvit sind im Gemeindehaus Amden zu besichtigen. Der monumentale gewobene Wandteppich «Das Tor zum Paradies» in der Amdener St. Anna-Kapelle zählt neben dem vierteiligen «Blindenzyklus» zu den Schlüsselwerken.

Oskar Dalvit auf Wikipedia

Adrian Künzi

1956 geboren in Stein am Rhein SH
1984 Vorkurs an der Schule für Gestaltung Zürich
1985–89 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Zürich Vermittlung von Gestaltung und Kunst
1989 seither freischaffender Künstler im Bereich, Holzskulpturen und Druckgrafik
1990 Dozent an der Gestalterischen Maturitätsschule Zürich 2006 Mitglied Xylon Schweiz xylon.ch

Woraus besteht ein Baum? – Aus Brettern! Das ist eine Sicht, auf der die Welt, die nur das sehen will, was aus etwas Gegebenem gemacht wird: Ich will, du musst. Nicht alles, was mit dem Schneiden von Holz zu tun hat, stellt etwas her, was man in Gebrauch nehmen kann, wie ein Brett, aus dem ein Schrank oder ein Tisch entsteht. Dennoch vermute ich, dass wir die Gegenstände, die wir sehen implizieren einen Sinn, auf den sie verweisen, ohne ihn preiszugeben. Was ist der Sinn von Kunst? Warum bediene ich mich solcher Formen? Sie zeugen von der Selbständigkeit der Welt. Wir haben diese Formen alle schon irgendwo gesehen. Sie bringen eine Saite in unserem Innern zum Klingen. Wir glauben zu verstehen, was wir sehen.

Eine Kunst die Fragen aufwirft, leistet was sie muss.

adriankuenzi.ch

 

Peter Kuyper

1942 Geboren in Utrecht, Holland, und ab 1954 in der Romandie aufgewachsen.

1960 Parallel zum Architekturstudium Ausbildung an der École des Beaux Arts in Lausanne.

1963 Umzug nach Zürich, nach dem vorzeitigen Abbruch seines Studiums folgte eine intensive Auseinandersetzung mit modernem Jazz (Auftritte im Jazzlokal Africana) sowie den Arbeiten von Johannes Itten und Josef Albers.

1965 Die Begegnung mit Max Bill und Richard Paul Lohse führte nach und nach hin zur Kunstrichtung der konkreten Malerei. Der Unterricht bei Ueli Stoop und der Kontakt zu Willy Quidort (welcher seine Affinität zur Liebe für Gestaltung und Farbe kräftigte) wurde die Malerei für ihn ein Mittel, um auf optische Weise gestalterische Gedanken zu verwirklichen; so ist jedes Bild die Folge einer Reihe von Handlungen in Farbgedanken.

1970–75 Zusammenarbeit mit Prof. Walter W. Custer, Einführung in die Morphologie und in der Harmoniklehre von Hans Kayser. Sie ist eine auf Zahlenverhältnisse basierende, sich in Musik, Architektur, Kunst, Kultur usw. ausdrückende Proportionslehre. Kuypers Werk basiert auf Zahlen (aus der Musik) und deren Verhältnissen zueinander. Sie beruhen auf der Ausgewogenheit ihrer geometrischen Beziehungen und der angewendeten Farbreihen, und sie entstehen auf der Suche nach höheren Ordnungen und ganzheitlichen Harmonien.

Seit 1988 Wohnung und Atelier in Benken SG und Kaltbrunn.

Sein Werk umfasst konkrete, harmonikale Malerei, Glasbilder, Stelen sowie Wandreliefs.

peterkuyper.ch

Martin-Arnold Rohr

Biographie
Martin-Arnold Rohr, 1951 geboren in Staufen/Lenzburg, AG                
Lebt in Rapperswil-Jona,SG
Atelier: Ziegelhofstrasse 5  8730 Uznach

Daten
1975–1976 F+F Kunstschule für experimentelles Gestalten Zürich
1978–1995 selbständiger Unternehmer in der Musikbranche
Seit 1995 freischaffender bildender Künstler
Mitglied von Visarte

Einzelausstellungen
1998 Galerie Dosch Zürich                                          
1999 Künstlerhaus Freienbach,SZ
2000 Kontrast Galerie Wohlen,AG
2002 Galerie Bleiche Wald,ZH
2002 UBS Rapperswil
2003 Galerie Marlène Ottenbach,ZH
2004 Galerie Raum 62 Rapperswil,SG
2005 Galerie Die Halle Langnau,ZH
2007 Kulturparkett Kempraten/Jona,SG
2009 Galerie Wehrli Zürich
2009 Galerie Toni Müller Bern
2010 Kultur im Bahnhof St.Gallen
2011 Galerie Au-Premier Zürich (Galerie Bommer)
2012 Deposito Galleria arte moderna Locarno TI
2013 Galerie zur grünen Tür Uznach
2014 Contrast  Galerie Bern
2015 Atelier Galerie «Malerei zwischen Himmel und Hölle»
2016 Zeitfalten  Uznach
2018 Galerie Wehrli Zürich
2017 EWjR Rapperswil-Jona
2018 Temporäres Kunsthaus Lachen
2021 GSfK Alte Fabrik Rapperswil

Gruppenaustellungen
2007 Im Garten der Kunst Lachen SZ
2010 Casa Arte Näfels
2008 Kunst im Altbau Altendorf
2011 Kulturschiene Herrliberg/Feldmeilen
2011 Villa Meier Severini  Zollikon ZH
2011 KVA Horgen  ZH
2010 Galerie Kröger Ascona TI
2005 Haus Metropol (Visarte) Zürich
2006 Swiss Capital Group Zürich
2008 KKL Uffikon (Wetzmuseum) Luzern
2010 Galerie Matthys Wollerau
2007 Minimuseum Vigano Rapperswil
2009 Art by Ambiente
2012 Minus 10° am Sihlsee (Outdoor)
2012 Urban Traces Horw, LU
2012 Deposito Galleria arte moderna  Locarno TI  
2012 Ausbeute 2012  Kunstzeughaus Rapperswil
2012  Kunsthaus  Zofingen
2013 ArtperArte Giubiasco
2014 Art-Dock Zürich
2015 Platz für Kunst  Rapperswil
2016 Artpark Kunst im Umfeld  Richterswil  ZH
2016 Grosse Regionale Kunstzeughaus Rapperswil SG
2018 ArtPark  Richterswil (Malerei Symposium)
2018 Kunstspinnereie Uznach
2019 Werkhalle 30 A Siebnen 15 Kunstschaffende aus vier Kantonen
2020 Kunstzeughaus Grosse Regionale

Diverse Publikationen

rohr-kunst.ch
 

Paul Steiner

Skulpturen – jede mit einer eigenen Geschichte

Paul Steiner lebt und arbeitet in Schänis. Er berührt uns mit seinen Arbeiten! Die mit der Motorsäge bearbeiteten Figuren verinnerlichen traditionelles Verständnis von Kunst und Form.

Die Skulpturen werden mit der Säge bearbeitet, so dass die Kerben der Kettensäge auf dem Holz sichtbar sind. Dies verleiht den Figuren eine Lebendigkeit, die durch die verschiedenen Verfärbungen und Maserungen des Holzes noch vertieft werden. Bei kleineren Figuren werden Details mit Feile und Stechbeutel bearbeitet.

Als Material für seine Arbeiten verwendet Paul Steiner einheimische Hölzer wie Eiche, Akazie, Ulme oder Obstbäume, die meistens durch Sturm oder Umwelt zerstört wurden. Durch verschiedene Verfahren wird das Holz geschwärzt, patiniert, gekalkt oder sonst verändert. Dazu verwendet der Künstler ausschliesslich umweltfreundliche Öle und Farben.

Die Skulpturen von Paul Steiner leben. Sie strahlen und sie erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Jeder, der bereits vor ihnen stand, kann das bezeugen. Obwohl manche Skulpturen eher grob bearbeitet sind erhalten sie durch Ihre Körperhaltung und die Lebendigkeit des Holzes Ihren individuellen Charakter.

Bereits stehen von Paul Steiner verschiedene Arbeiten im öffentlichen Raum. Hervorzuheben sind hier die grossen Skulpturen im Spital Linth in Uznach.

paul-steiner.ch